Akzeptanz ist der Schlüssel dafür, dass Onlinewerbung ein lohnendes Geschäft ist. Wenn alle User nur noch Ad-Blocker benutzen und keiner mehr irgend etwas anklickt, lohnt sich selbst Googles extrem effiziente Form der Netzwerbung nicht mehr. Um die Nutzerakzeptanz zu erhöhen, hat Google nun ein neues Feature vorgestellt: Wer dazu Lust hat, kann die eingeblendeten Adwords-Anzeigen ab jetzt nutzen, um den Werbetreibenden seine Vorlieben zu übermitteln. “Mehr Transparenz und Wahlmöglichkeiten bei Anzeigen in der Google-Suche und Google Mail” verspricht Google in einem Blogeintrag. Mit echter Transparenz und Wahlmöglichkeiten hat auch Online-Werbeinnovation allerdings wenig zu tun. [MEHR LESEN]
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Wieviel Steuern Google zahlt
Kleine Frage für die nächste Runde Trivial Pursuit: Wieviel Steuern zahlt eigentlich ein Unternehmen wie Google, das im zweiten Quartal 2011 neun Milliarden Dollar verdiente, in Europa? Dort wurden 2010 immerhin 10 Milliarden Euro umgesetzt. Der Independent in Irland hat auch in diesem Jahr nachgefragt: Nach einem kleinen Umweg über Bermuda bleibt leider kaum etwas für den Fiskus übrig. 5,6 Millionen Euro Steuern zahlte die Google Ireland Limited, die offizielle Europatochter von Google.
Im letzten Jahr hatten Mediendienste wie Bloomberg erstmal über die Steuerschlupflöcher rund um das “Double Irish”-Verfahren getaufte Sparmodell berichtet.
Bloß nicht wie Tesla enden oder: Was Larry Page antreibt
Google ist ein merkwürdiges Zwitterwesen: Auf der einen Seite gibt es diesen technologie-euphorischen Idealismus, der dazu führt, dass das Unternehmen irrwitzig große Projekte wie das Einscannen aller Bücher der Welt überhaupt anpackt und auf der andere Seite eine in seiner Vehemenz mich oft überraschende Gier nach Geld (die sich etwa beim eigentlich für Googles Zukunft unnötigen Einstieg in das nervige Feld der grafischen Werbung widerspiegelt. Wie diese beiden Welten zusammenpassen und warum Google so tickt, das erfuhren die Besucher der Google Zeitgeist-Konferenz. [MEHR LESEN]
Google als Einbruchswerkzeug
Im Zuge der Street View-Diskussion gab es immer wieder eine – für mich ziemlich vorgeschobene – Sorge, die fomuliert wurde: Was, wenn Einbrecher mit Hilfe der Informationen, die sie online finden, ihre Verbrechen planen…? Immerhin: EIN Einbrecher in Chicago hat nun einem Bericht zufolge zugegeben, dass er zwar nicht Street View, aber immerhin Google Maps und Google Earth zur Vorbereitung von neun Einbrüchen genutzt hat. Er habe nach “teuren Häusern in der Nähe von Highways” gesucht… Da werden sich viele Hausbesitzerverbandsfunktionäre sicher freuen, dass es nun wenigstens einen Fall gibt, auf den sie sich mit ihren Ängsten beziehen können.
Regeln für den Einsatz von Analytics in Deutschland stehen fest
Google und die Datenschutzbehörden haben sich auf Spielregeln geeinigt, unter denen der Einsatz von Googles beliebter Webseitenanalyse-Lösung Analytics im Einklag mit deutschen Datenschutzregelungen möglich ist. [MEHR LESEN]
Wie viele Server Google wirklich hat
Wie groß ist eigentlich Google? Wie viele Computer braucht es, um die weltgrößte Suchmaschine, das weltgrößte Videoportal und all die anderen Googledienste zu betreiben? Geschätzt wurde immer viel, in meinem Buch steht die Zahl von einer Millionen Rechnern (eine Zahl von Gartner). Nun gibt es eine neue Schätzung: 900.000 Server soll Google derzeit in Betrieb haben. [MEHR LESEN]
Gastartikel: Google+ … und warum ich es nicht haben will
Die Technik-Gemeinde ist – abgesehen von Ausnahmen – von Google+ begeistert. Allein die Tatsache, dass man bei diesem Netzwerk nicht in anderen Webzusammenhängen gepflegte Pseudonyme nutzen darf sorgt bei einigen Menschen für Unmut. Grundsätzlich nachdenkliche Stimmen sind mit Bezug auf Google+ rar. Was, wenn Google mit seinem Social Network wirklich Erfolg hat? Ist das nicht gut, weil Facebook dann endlich Konkurrenz bekommt? Wolfgang Sander-Beuermann, einer der klugen Köpfe hinter dem SuMa-eV, dem Verein für freien Wissenszugang, ist da anderer Meinung. [MEHR LESEN]
Lesetipp: Frank Schirrmacher fordert eine Europäische Suchmaschine
“Google übernimmt nicht nur das Speichern faktischer Wissensinhalte; Google – und das hat es bei noch keiner Externalisierung gegeben – übernimmt auch die Berechnung, Organisation und Deutung der Assoziationen, die wir beim Gebrauch dieses Wissens haben”, schreibt Frank Schirrmacher. Sollte ein einziges Unterehmen so viel Macht darüber haben, was als Wissen gilt, was als Geschehen gilt (weil nur das als Geschehen gilt, an das man sich erinnert, oder besser: Was man wiederfindet)? Schirrmacher macht sich interessante Gedanken in der F.A.Z. und fordert als Konsequenz seiner Überlegungen eine Eurpäische Suchmaschine.
Eine sinnvolle Überleggung, wäre da nicht die Erfahrung, das solche öffentlich geföderten Projekte wenig bringen, weil meist die falschen profitieren – Technik-Konzerne, die gute Anträge schreiben, aber im Endergebnis wie beim Theseus-Projekt nur dünne Ergebnisse liefern.
Update: Über den Googles Rolle beim Wissenssammeln und Bereitstellen, dem daraus resultierenden Formieren von Erinnerung und die Rückkopplung auf die Identität des Wissenssuchenden ist bei Google+ eine – auch ohne Nutzerkonto dort lesbare – sehr interessante Diskussion entstanden, an der auch Frank Schirrmacher teilnimmt.
Und Wolfgang Sander-Beuermann vom Suma e.V. erinnert an eine Initiative von ihm aus dem Jahr 2004, bei der die Forderung nach einer Europäischen Suchmaschine schon damals fomuliert wurde.
Profildaten aus Google+ füttern schon die Datensammler
Google+ hat nicht nur die Neugier der Netznutzer geweckt, sondern auch bereits die der Datensammler. Kim von iKim.at hat einen klasse Text recherchiert und veröffentlicht, in dem er den Dienst Find People on Plus vorstellt, der auf die Profile der Google+-Nutzer zugreift.
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Google Maps wird zum Staumelder
Mikko Hypponen, Forschungschef des finnischen Softwareunternehmens F-Secure, hat bei der TED-Konference einen bemerkenswerten Satz gesagt: “In centuries to come, we’ll be remembered as the generation that got online.” Wie umfangreich die Veränderungen sind, die das bedeutet, wurde mir heute noch einmal klar. Google hat einmal mehr eine Entwicklung vorgestellt, von ich früher dachte, das müsste man mal erfinden: Das Unternehmen hat Staudaten und andere Informationen über die Verkehrsdichte in seinen Kartendienst Google Maps integriert. [MEHR LESEN]










