Google lässt Datenschützer weiter warten

Warten auf Google – noch immer hat der Suchmaschinenriesen nicht die Festplatte mit Daten, die im Zuge der Street View-Fahrten versehentlich mitgeschnitten wurden an den Hamburger Datenschätzer Johannes Caspar ausgehängt. Caspar teilt heute um 15 Uhr noch dem Googlereport mit, dass er bislang keine WLAN-Daten erhalten habe.

Damit erweist sich die vollmündige Ankündigung von Google-Chef Eric Schmidt, man würde die Rohdaten binnen zwei Tagen an die zuständigen Behörden in Spanien, Frankreich und Deutschland aushändigen, als etwas vorschnell. Behörden in diesen drei Ländern hatten verlangt, dass Google die Rohdaten aushändigt. Seine Ankündigung hatte Schmidt am letzten Donnerstag, den 3.6.2010, die Financial Times veröffentlicht.

Schmidt hatte in dem Interview ebenfalls zugegeben, er können nicht ausschließen, dass auch sehr persönliche Daten wie etwa Bankkontodaten unter den gesammelten WLAN-Daten befunden haben könnten. Er kündigte außerdem an, Google würde eine Interne Ermittlung gegen den Software Programmierer aufnehmen, der das Datensammelwerkzeug programmiert hat.

Google wies außerdem Spekulationen zurück, ein Patent zum Mitschneiden von WLAN-Daten (über das auch der Googlereport berichtet hat), irgend etwas mit der Datensammelpanne bei Street View zu tun habe. „Die patentierte Anwendung steht in keinerlei Bezug zu der Software, die genutzt wurde, um WLAN-Informationen mit den Streeet View-Autos zu sammeln“, erklärte ein Sprecher der Computerzeitung Computerworld.

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