Trotz der radikalen Transformation, die Google gerade durchlebt, und spektakulären einzelnen Abgängen, die laut Kritik an der Entwicklung des Unternehmens üben ist das Gros der Google-Mitarbeiter zufrieden. In einem Ranking des US-Portals Glassdoor überholt Google in Sachen Mitarbeiterzufriedenheit sogar zum ersten Mal seit 2009 wieder Facebook, wie Techchrunch meldet. Und Larry Page als neuer Chef? Wie kommt er bei den Googlern an? [MEHR LESEN]
Archiv für die Kategorie „Googles Innenleben“
Lesetipp: Ist Suche nicht mehr das Kernprodukt von Google?
Ein (zugegeben etwas länglicher) Artikel von Gizmondo beschäftigt sich mit der radikalen Transformation, die Google gerade durchmacht – weg von einem Unternehmen, das eine Suche für das offene Web anbietet, hin zu einem Unternehmen, das beim Versuch, in einem von Walled Gardens und personalisierten Social Sites weiter der dominante Anbieter zu sein, alte Werte wie der absolute Fokus auf die Interessen der Nutzer über Bord wirft. Well worth reading.
Lesetipp: Why i left Google
Ein bemerkenswerter Text eines Xooglers (eines Ex-Googlers, wie sich manche von ihnen nennen) macht deutlich, wie sich Google in den letzten Jahren – und besonders seit der Ablösung von EricSchmidt durch Larry Page als neuen CEO – verändert hat: Weg von der verspielten Techie-Bude hin zu einem Unternehmen, für das vor allem das Geld verdienen wichtig geworden ist. James Whitaker schreibt in einem Blogeintrag unter anderem:
The Google I was passionate about was a technology company that empowered its employees to innovate. The Google I left was an advertising company with a single corporate-mandated focus.Technically I suppose Google has always been an advertising company, but for the better part of the last three years, it didn’t feel like one. Google was an ad company only in the sense that a good TV show is an ad company: having great content attracts advertisers. Under Eric Schmidt ads were always in the background. Google was run like an innovation factory, empowering employees to be entrepreneurial through founder’s awards, peer bonuses and 20% time. Our advertising revenue gave us the headroom to think, innovate and create. … The old Google made a fortune on ads because they had good content. It was like TV used to be: make the best show and you get the most ad revenue from commercials. The new Google seems more focused on the commercials themselves.
Doch auch der ganze Rest – man findet ihn hier - ist äußerst lesenswert. Der Text passt zu einem weiteren Stück, bei dem sich Michael Church vor allem über die Gängelung durch das mittlere Management bei Google beschwert.
To understand why Google isn’t what it used to be, one has to understand what happened in 2009-2011. This is the era when Google decided to get “real managers” and they hired a bunch of executives from places like Oracle, IBM, and Intel. If Google had told them to wipe their fucking feet off before tracking shitty culture into the place, it might have survived. It didn’t. Google has an immense amount of talent “under its roof”. Unfortunately, there’s a necrotic layer of useless and counterproductive middle management coming up with a series of “innovations” that each have made the company worse.
Auch dies ist ein lesenswerter Insight in die Firmenkultur des Suchgiganten, zu dem auch viele Kommentatoren authentische Impressionen beisteuern. [MEHR LESEN]
Bloß nicht wie Tesla enden oder: Was Larry Page antreibt
Google ist ein merkwürdiges Zwitterwesen: Auf der einen Seite gibt es diesen technologie-euphorischen Idealismus, der dazu führt, dass das Unternehmen irrwitzig große Projekte wie das Einscannen aller Bücher der Welt überhaupt anpackt und auf der andere Seite eine in seiner Vehemenz mich oft überraschende Gier nach Geld (die sich etwa beim eigentlich für Googles Zukunft unnötigen Einstieg in das nervige Feld der grafischen Werbung widerspiegelt. Wie diese beiden Welten zusammenpassen und warum Google so tickt, das erfuhren die Besucher der Google Zeitgeist-Konferenz. [MEHR LESEN]
Wie viele Server Google wirklich hat
Wie groß ist eigentlich Google? Wie viele Computer braucht es, um die weltgrößte Suchmaschine, das weltgrößte Videoportal und all die anderen Googledienste zu betreiben? Geschätzt wurde immer viel, in meinem Buch steht die Zahl von einer Millionen Rechnern (eine Zahl von Gartner). Nun gibt es eine neue Schätzung: 900.000 Server soll Google derzeit in Betrieb haben. [MEHR LESEN]
US-Behörde verdonnert Google zu Datenschutz-Überprüfungen
Die US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat Google dazu verdonnert, in Zweijahresabständen eine unabhängige Stelle die Datenschutz-Praktiken des Internet-Konzerns überprüfenzulassen. Das Statement, das die FTC zu dieser Einigung veröffentlich hat, ist in vielen Punkten eine schallende Ohrfeige für den Internetriesen. [MEHR LESEN]
Google gegen Erhöhung der irischen Unternehmenssteuer
So offen bringt sich Google selten in Fragen der Steuerpolitik ein: John Herlihy, Chef von Google in Irland, hat laut der Zeitung Belfast Telegraf die irische Regierung davor gewarnt, die – extrem niedrigen – Unternehmenssteuern in Irland zu erhöhen, um die Folgen der dortigen Finanz- und Bankenkrise aufzufangen. Zahlen sollen lieber andere: Menschen, die wenig verdienen. [MEHR LESEN]
Eric Schmidt gönnt sich mal wieder ein paar Schoten
Google-Chef Eric Schmidt ist ja immer für ein paar knackige Zitate zu haben. Ein glückliches Händchen hat der kommunikative Kopf an der Spitze des Suchmaschinenriesen dabei allerdings nicht immer. Sein neuster Tipp für Street View-Skeptiker: Einfach umziehen. [MEHR LESEN]
Google-Mitarbeiter spioniert in Nutzerdaten und wird gefeuert
Google hat einen Mitarbeiter gefeuert, der in seiner Position Zugangs zu Nutzerkonten hatte und diesen dazu missbrauchte, um Minderjährige auszuspionieren. Das klingt zunächst angesichts der Datenmengen, die Google gesammelt hat, wie eine schlechte Nachricht – ist aber eigentlich eine gute. [MEHR LESEN]
Internet in China: Die Regierung zensiert, Google laviert
Googles Strategie, Suchseitennutzer in China auf Server in Hong Kong umzuleiten, steht vor dem Aus. Im März 2010 hatte Google angekündigt, die Suche in China nicht länger nach Vorgaben der Behörden zu zensieren. Alle Benutzer der Suche auf google.cn wurden automatisch auf Googles Suche in Hong Kong umgeleitet. Die Suche dort ist nicht den Regeln unterworfen ist, die für Netzangebote in Festland-China gelten.
Mit diesem Arrangement hatte der Suchriese ein Weg gefunden, um trotz der Ankündigung, sich nicht mehr Chinas Zensoren zu unterwerfen, auf dem wichtigen Zukunftsmarkt China präsent zu bleiben. Nun versucht Google verzweifelt einen neuen – allerdings ziemlich mittelmäßigen Trick, um eine endgültige Konfrontation mit China hinauszuschieben. [MEHR LESEN]











